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Posted 2. April 2012 by Philipp Rogmann in News
 
 

Das Schwarze Auge: Demonicon: Studiobesuch in Berlin und Preview zum Spiel / Teil 1: Die Geschichte


Sich des Universums von Das Schwarze Auge anzunehmen erfordert Mut und Wissen. Kaum ein anderes System ist so umfangreich und wird von Fans so genau beobachtet. Gut, wenn man Experten im Haus hat, die schon Geschichten für die Historie geschrieben haben, wie im Fall des Berliner Entwicklerstudios Noumena, die an Das Schwarze Auge: Demonicon arbeiten. Hier ist geballtes Fachwissen – gepaart mit Kreativität und dem Willen, ein geniales Spiel zu machen – vorhanden. Davon konnten wir uns persönlich bei einem Studiobesuch überzeugen, bei dem wir Demonicon auch schon frei anspielen konnten.

Die Schattenlande und die Dunkelheit
Im Gegensatz zu anderen Spielen aus dem DSA-Universum, spielt Demonicon in den Schattenlanden, den Gebieten von Aventurien, die von demonischen Mächten geplagt werden. Tot und Verderben ist allgegenwärtig und nur wenige Orte auf der Landkarte sind befreit vom Bösen. Klar, dass alle freien Bewohner versuchen, in diese Städte zu kommen. Klar auch, dass wenig Platz ist und Flüchtlinge nicht gern gesehen sind. So beginnt auch die Geschichte von Demonicon: die Geschwister Cairon und Calandra sind in die freie Stadt Warunk gekommen, um in Sicherheit zu sein. Als einfache Flüchtlinge haben sie keine Rechte. Das Heiratsangebot von Falk, einem hohen Adligen, Calandra zur Frau zu nehmen, kommt also gerade Recht. Die gesamte Familie würde nie wieder Hunger leiden und würde das Bürgerrecht erhalten.

Und sofort beginnen die Probleme, mit denen uns Demonicon in einer Art Tutorial auf das Spiel vorbereitet: Calandra ist verschwunden und ihre Jungfräulichkeit in Gefahr. Falk wird sie nicht heiraten, wenn sie ihm nicht jungfräulich gehört. Wir begeben uns in die Dungeons, um sie zu suchen und finden schnell heraus, dass sie nicht geflohen ist, sondern einem Kannibalen auf der Spur war. Wir verbinden in Person von Cairon ihre Wunden und setzen damit eine Lawine an Veränderungen in Bewegung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Jahrelang war den Geschwistern verboten gewesen, ihr Blut zu mischen und schnell wird klar, dass das durchaus einen Grund hatte. Demonische Energien durchfließen uns und geben uns Macht. Doch mit Macht kommt auch große Verantwortung, wie wir schnell herausfinden.

Moral und Dämonen in Aventurien
Wer jetzt glaubt, er könne einfach immer die moralisch richtige Entscheidung treffen, um stets als der Held aus den Geschehnissen hervorzugehen, hat sich mächtig geschnitten. Passend zum dunklen Unterton von Demonicon gibt es keine guten Entscheidungen. Jede Entscheidung hat moralische Komponenten, die den gesamten Verlauf Eurer Geschichte verändern. Ein Beispiel gefällig? Nach dem Sieg über den oben genannten Kannibalen steht Ihr vor der Entscheidung, ihn einfach laufen zu lassen oder ihn zu töten. Sollte eine klare Sache sein, oder? In Demonicon ist nichts so einfach. Denn der fiese Kannibale hat die Geiseln, die noch leben, an sich gebunden. Töten wir ihn, sterben die Geiseln. Lassen wir ihn allerdings laufen, könnte er uns betrügen und wir verlieren doppelt. Mithilfe des Talentsystems könnt Ihr glücklicherweise die Möglichkeit freischalten, ihn zu überreden und ihn dann gehen lassen. Das ist der moralisch beste Weg, jede Möglichkeit hat Einfluss auf den Verlauf der Geschichte. Beeindruckend, da die Geschehnisse in Demonicon offiziell Teil der Geschichte von Das Schwarze Auge werden.

Wichtiger Aspekt ist neben der Gesamtgeschichte die Entwicklung des Charakters Cairon. Die in ihm erweckten demonischen Kräfte können zwar im Zaum gehalten werden, aber basierend auf Euren Entscheidungen und den Sidequests, die Ihr im Spielverlauf erfüllt, ändert sich nicht nur Cairons Aussehen – das Ganze hat auch Einfluss auf seine Möglichkeiten im Spiel. Wer will schon mit einem dunklen Dämon zusammenarbeiten?

Im morgigen zweiten Teil unseres Specials gehen wir auf Spielfluss, Grafik, Talentsystem und die Geschichtserzählung in Das Schwarze Auge: Demonicon ein.