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Posted 13. Mai 2012 by Philipp Rogmann in News
 
 

Steel Battalion: Heavy Armor: Preview zur Mech-Action mit Kinect-Steuerung


Erinnert sich noch jemand an den Controller zu Steel Battalion auf der Xbox 1? 40 Knöpfe, die alle wichtige Funktionen hatten. Gerade wegen einer Einarbeitungszeit, die vielen Spielern Angst machte, wurde dieser Mech-Titel so beliebt und von Fans hochgelobt. Mit Steel Battalion: Heavy Armor für die Xbox 360 soll alles intuitiver ist. Entwickler From Software wollen mit diesem Titel das erste ernsthafte Abenteuer mit Kinect für die Xbox 360 schaffen. Bislang ist Microsofts Bewegungssteuerung eher bei Casual- und Familienspielen im Einsatz. Übrigens ist Kinect bei Steel Battalion: Heavy Armor obligatorisch – ohne das System kann der Titel nicht gespielt werden. Wir haben uns in den Kampf begeben und das Spiel in Ruhe angespielt. Können die Entwickler ein spannendes Abenteuer mit Kinect erschaffen?

Eine Welt im Chaos
Die Story von Steel Battalion: Heavy Armor ist bitter und deprimierend. Eine große Macht in Asien hat damit begonnen, die Welt zu erobern (Homefront anyone?). Natürlich kann die Weltpolizei USA das nicht zulassen und schickt ihre Truppen, um die Freiheit zurückzuerobern. Problematisch ist allerdings, dass moderne Computertechnik nicht mehr verfügbar ist (obwohl der Titel in der Zukunft spiel). Alle Halbleiter sind zerstört, es muss auf alte Rüstungstechnik zurückgegriffen werden.

Wir übernehmen die Rolle von Captain Powers, einem Veteranen auf dem Schlachtfeld, der schon viele Mechs zum Sieg geführt hat. Das soll er natürlich jetzt wieder schaffen und sein neues Team ist sowohl farbenfroh als auch ein bisschen verrückt. Doch schnell wird klar, dass wir uns auf diese Verrückten verlassen können müssen, um unsere Kampfmaschine in den Griff zu bekommen und die Missionen zu überleben.

Kinect und Du!
Wie schon angesprochen, ist die Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 zwingend notwendig, um Steel Battalion: Heavy Armor zu steuern. Zwar nutzt man auch den Controller, um den Mech (im Spiel: VT) zu bewegen und die Waffen zu feuern, aber alle Zusatzfunktionen wie das Aufrufen des Radars, das Steuern von Abluft, das Schließen der Sichtklappen etc. wird alles per Gesten gesteuert. Und da unheimlich viele Funktionen vorhanden sind, ist das Ganze gar nicht so leicht. Sehr oft löst man falsche Funktionen in der Hitze des Gefechts aus. Außerdem braucht man wirklich viel Platz im Raum, um effektiv spielen zu können. Steel Battalion: Heavy Armor ist zwar der erste Kinect-Titel, der fast ausschließlich im Sitzen gespielt wird (außer, wenn Ihr aus der oberen Luke schauen wollt, dann müsst Ihr aufstehen), aber bei den vielen verschiedenen Gesten, solltet Ihr einfach ein großes Zimmer haben.

Steel Battalion: Heavy Armor schafft es durchaus, Euch in das Geschehen zu ziehen und Euch in Stress zu versetzen. Das liegt allerdings zum Teil auch an Kinect. Oftmals lösten wir falsche Kommandos aus, weil irgendwas falsch lief. Besonders große Menschen werden Probleme haben, immer voll im Sichtfeld der Kinect-Kamera zu sein. Das ist schade und tut dem Spielspaß einen kleinen Abbruch. Denn grafisch und von den Effekten ist Steel Battalion: Heavy Armor ein Leckerbissen, der Euch schnell fesselt und mit Story und Charakteren aufwartet, die realistisch und menschlich sind. Einzig die manchmal zickende Kinect-Steuerung kann Euch Nerven kosten. Bleibt zu hoffen, dass die fertige Version etwas genauer reagiert. Eine Umfrage unter anderen Journalisten, die vor Ort waren, ergab, dass nicht jeder Probleme mit der Steuerung hatte.