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Posted 25. Januar 2013 by Philipp Rogmann in News
 
 

Urban Trial Freestyle: Noch fünf Minuten, Mutti… / Preview

Urban Trial Freestyle
Urban Trial Freestyle

Wir kennen das Phänomen, lieben und hassen es zugleich: Manche Spiele lassen uns nicht los, eine Runde probiert man noch, einmal versucht man noch, einen Freund vom Thron zu stoßen. Bei Urban Trial Freestyle ist das nicht anders. Und man tut dem Titel Unrecht, ihn nur als Kopie des großartigen Trials HD abzustempeln. Obwohl: Bei beiden Spielen muss man ein auf dem Motorad sitzendes Alter Ego durch halsbrecherische Parcours steuern. Wir haben uns den Titel aus dem Hause Tate Multimedia anschauen können.

Dem Wahnsinn ein Gesicht geben
Julien Dupont gilt als einer der Wegbereiter des Urban Trial und anders als Trials HD hat damit Urban Trial Freestyle ein sehr gutes Gesicht; einen Wahnsinnigen, mit dem man sich durchaus identifizieren kann. Er hat jahrelang Turniere gewonnen, sich dann aber von diesem Zirkus abgewandt, um freier in Städten seinem Hobby zu fröhnen. Genau das können wir als Spieler miterleben. Die Steuerung ist dabei ebenso einfach zu erlernen, wie schwer zu meistern. Wie im Genrekollegen können wir Gas geben, Bremsen und steuern die Haltung des Fahrers mit entweder Digitalkreuz oder Analogstick.

Wer sich mit solchen Geschicklichkeitsspielen auskennt, weiß aber, dass perfektes Timing und Millimeterarbeit gefragt ist, um möglichst schnell und heil durch die Stages zu kommen. Glücklicherweise gibt es Checkpoints und man muss nicht immer wieder von vorne anfangen. Zu Anfang sind die Kurse einfach, man muss wenig beachten. Doch im Laufe des Spiels werden die Gegebenheiten komplizierter. Nicht nur, dass man dafür sorgen muss, dass die Haltung des Fahrers so perfekt ist, dass es keinen Überschlag gibt, die interaktive und lebendige Außenwelt kann einem perfekten Run auch gern mal einen Strich durch die Rechnung machen. Da fahren auf einmal Polizeiwagen in den Weg, die man überspringen muss, rotierende Kreise fordern das perfekte Timing, um nicht vom Bike geworfen zu werden und vieles, vieles mehr.

Generell hat man das Gefühl, in einer sehr lebendigen Welt unterwegs zu sein. Überall passiert etwas – auch wenn nicht alles dem Spieler das Leben schwer macht. Um den Wettbewerbsaspekt weiter zu fördern, sind an bestimmten Stellen, an denen besonders gewagte Stunts notwendig sind, interaktive Billboards integriert, auf denen Ihr sehen könnt, welcher Eurer Freunde diese Stelle am besten abgeschnitten hat – ein weiterer Aspekt, der Euch immer wieder versuchen lässt, hier perfekt zu spielen.

Gib mir noch Zeit…
Insgesamt gibt es fünf Welten mit jeweils acht Tracks, die bewältigt werden wollen. Und das mag wenig klingen, wird Euch aber lange beschäftigen. Und während Ihr im Arcade-Modus das oben beschriebene Ziel habt, gibt es den so genannten Challenge Modus zusätzlich. Dieser Modus ist mal was ganz Anderes. Hier müsst Ihr Aufgaben erfüllen, teils auf Physik-Puzzle-Basis. Zum Beispiel ist auf einer Map die gesamte Umgebung drehbar (per PS3-Kontroller oder durch die Drehung der gesamten PS Vita) und Ihr müsst die Umgebung so hinbiegen, dass Ihr weiterfahren könnt. Schwierig, aber sehr lustig.

Einschätzung:
Urban Trial Freestyle wird für PlayStation 3 und PS Vita zunächst erscheinen, etwas später kommt eine Nintendo 3DS-Version dazu. Wir hatten super viel Spaß mit dem Spiel und obwohl der Titel sein Erbe natürlich nicht verleugnen kann, haben die Entwickler ein sehr eigenständiges Spiel geschaffen. Urban Trial Freestyle macht wahnsinnig – im guten Sinne – und wird Euch lange, unterhaltsame Stunden bescheren. Besonders die PS Vita-Version bietet mobilen Fahrspaß für Fortgeschrittene.