Posted 30. Juli 2019 by Philipp Rogmann in Plattform
 
 

Autobattler: Dota Underlords, Teamfight Tactics, AutoChess & Co.



Nachdem sich der Custom-Game-Mode Auto Chess für DotA 2 so unglaublich erfolgreich entwickelte, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch andere Entwickler an die Umsetzung einer eigenen Version machen würden. Der chinesische Entwickler Drodo Studio arbeitet inzwischen allerdings an einem eigenen Autobattler und Valve selbst hat für DotA 2 Dota Underlords in die offene, kostenlose Beta geschickt. Es bewegt sich also einiges im Land dieser rundenbasierten Teamstrategiemodi. Mit Teamfight Tactics hat Riot inzwischen einen eigenen Spielmodus integriert. Das Ganze ist natürlich klar, im Moment sind Autobattler einfach der absolute Renner und die Spieler verbringen viel Zeit mit den rundentaktischen Spielmodi und Games.

Auto Chess, Autobattler…bitte was?
Für diejenigen, denen weder Auto Chess, Teamfight Tactics, Underlords oder Autobattler was sagen, hier eine kleine Zusammenfassung. In einem Autobattler seid ihr nur der Teamchef, wenn eine Runde beginnt, habt ihr keine Möglichkeiten mehr in den Kampf einzugreifen, da alle Einheiten selbstständig kämpfen. Zwischen den Runden könnt ihr euer Team erweitern, einzelne Einheiten austauschen, Einheiten aufleveln und die Einheiten wie auf einem Schachbrett aufstellen (deshalb Auto Chess). Das ist insofern wichtig, weil ihr eine Frontline bauen müsst, die meistens aus starken, gepanzerten Einheiten besteht, die vermeintlich schwächeren Einheiten wie Magier und Caster stehen dahinter. Dazu kommen noch Einheiten, die sich über das Schlachtfeld bewegen und auf einmal hinter den Teams auftauchen und so schwer berechenbar sind.

Wenn eine Runde vorbei ist, bekommt ihr eine zufällige Auswahl an Einheiten angezeigt, die ihr kaufen könnt (oder, falls ihr genügend Ressourcen habt, neu zusammenwürfeln könnt). Wenn ihr drei Einheiten gleichen Typs gleichzeitig aufs Spielfeld stellt, steigen sie einen Level auf, der höchste Level benötigt sechs gleiche Einheiten. Das ist bei allen Autobattlern zurzeit gleich, egal ob bei Dota Underlords oder bei League of Legends Teamfight Tactics.

Die Einheiten sterben übrigens nicht endgültig, wenn sie in einer Runde sterben, nur euer Lebensbalken ist von Bedeutung: Nach jeder verlorenen Runde werden euch Lebenspunkte abgezogen bis ihr am Ende auf Null seid und dann verloren habt. Da immer mehrere Spieler in einem Match sind, dauern Matches durchaus ein bisschen länger.

Rundenbasiert heißt hier auch, dass ihr wirklich nichts mehr machen könnt, wenn die Runde beginnt. In der Vorbereitungsphase kauft ihr Einheiten, verteilt Gegenstände und sucht euch taktische Kombinationen, die sinnvoll sind. Denn das ist ein wichtiger Aspekt von Autobattlern: Synergieeffekte zwischen verschiedenen Klassen und Einheitentypen machen den Unterschied. Jede Einheit hat bestimmte Eigenschaften und wenn ihr sie mit anderen Einheiten diesen Typs zusammen aufs Spielfeld bringt, gibt es teilweise extreme Boni.