Rage – Preview von der GamesCom und Impressionen
Von Philipp Rogmann • Aug 24th, 2010 • Kategorien: News, PC, PlayStation3, Previews, Xbox 360Tweet

Dank der neuen Engine namens id Tech 5 wird die Welt von Rage niemals gleich sein. Das heißt, jeder Stein ist anders, jede Struktur ist nicht nur einfach eine andere Textur auf einem Block. Dies gibt der Grafik einen teilweise fast gezeichneten Touch, der der Atmosphäre einige Tiefe gibt. Die Entwickler versprechen, dass jede Version des Spiels auf den drei Plattformen Xbox 360, PlayStation 3 und PC exakt gleich aussehen wird und mit konstanten 60 FPS laufen wird. Wie John Carmack allerdings schon durchblicken ließ, ist das nicht immer möglich: Die Konsolenvarianten werden kein so hohes Anti-Aliasing haben.
Nach der Apokalypse
Wir konnten uns einige verschiedene Teile von Rage anschauen. Dabei fiel uns neben den Upgrades, den verschiedenen Städten und den Quests besonders auf, dass jede Gegnerfraktion sich komplett anders verhält. Die Banditen sprechen nicht nur unterschiedlich, sie bewegen sich so sehr anders, dass Ihr Eure Taktiken immer anpassen müsst. Wir waren zuerst unterwegs durch die Wüste, nachdem wir uns einen Buggy von lokalen Banditen beschafft hatten. Die Entwickler zeigten anhand dieses Beispiels, wie sich Euer Gefährt im Laufe der Story verändert. Danach gab es einige interessante Gefechte vom Auto aus in einem Canyon bevor wir in die Stadt Wellspring kamen. Diese Stadt steht auf einer Wasserquelle und Banditen des Ghost Clans hatten sie besetzt. Nachdem sie drohten, die Quelle zu vergiften, nahmen wir uns der Sache an. Hier wurde wieder einmal klar, warum id Software die Könige des Shooters sind: schnelles, kompromissloses Gameplay und perfekte Steuerung.

Als nächstes nahmen sich die Entwickler einen anderen Banditenclan vor, der besonders technisch versiert war. Ziel dabei natürlich: Teile für das eigene Fahrzeug beschaffen. Hier wurde schnell klar, wie sehr sich die Gegner voneinander unterscheiden. Waren die Ghost Clan Banditen noch schnell und akrobatisch unterwegs, nutzten kaum Feuerwaffen, sondern Schwerter, so waren diese Banditen – britischer Akzent inklusive – langsamer, besser gepanzert und schwer bewaffnet.

Als letzten Teil zeigten die Entwickler einen Teil der Welt namens “Dead City”. Die tote Stadt hat noch niemand wieder lebend verlassen und nach kurzer Zeit wurde auch klar, warum das so ist. Nach Experimenten der so genannten Authority wurden ganz besondere Mutanten geschaffen, die schnell und tödlich sind. Dazu kam ein Raketen auf uns schleudernder Riesenmutant, der uns einige Minuten beschäftigte. Auch hier wieder deutlich: Die Fähigkeit von id Software, Schlachten zu inszenieren. Der nächste Schritt war dann nochmals bedrohlicher und ein noch größerer Mutant, der den vorigen Zwischenboss wie einen Zwerg aussehen ließ, tauchte auf. Leider war die Demo damit zuende und wir konnten noch keinen echten Endboss-Fight sehen. Doch das, was zu erahnen war, ist die Größe des Spiels insgesamt.

Fazit:
Rage wird sicherlich ein ganz großer Wurf. Schließlich sind id Software die Erfinder des Shooters mit Titeln wie Wolfenstein 3D und Doom. Dass dieses Mal eine Story mit Quests, Upgrades und verschiedenen Fraktionen geschaffen wird, tut der Action an sich keinen Abbruch. Id Software schaffen es immer, Shooter Action perfekt zu inszenieren und für Anfänger und Profis gleichermaßen spannend zu machen. Rage sah schon sehr weit fortgeschritten aus, und wir wundern uns, dass der Titel erst am 15. September des nächsten Jahres erscheint. Die Bereiche, die man sich anschauen konnte, waren stimmig und machten Lust auf mehr. Hoffen wir, dass Rage nur deshalb noch ein Jahr braucht, weil es am Ende dann absolut perfekt wird.








[...] Die Präsentation von Rage HD ist exzellent und gehört zum Besten, was zurzeit im Appstore zur Verfügung steht. Die Animationen der Zwischensequenzen mit dem Moderator J.K. Stiles und die Umgebungen innerhalb des Studios können sich leicht mit großen Games messen. Bei den Levels stellt sich leider ein wenig Tristesse ein, denn alle drei Level sind sehr ähnlich. Das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Was ein bisschen nervig ist, ist dass es eben nur drei Level gibt und Ihr schnell durch seid. Damit ist nur für Highscore-Jünger eine Langzeitmotivation gegeben. Für alle diejenigen unter Euch, die nicht es kaum mehr erwarten können, dass Rage erscheint, ist dieses Spiel für iPhone, iPod Touch und iPad eine willkommene Zwischenlösung. Unser Preview von der GamesCom zu Rage findet Ihr hier. [...]