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Posted 2. September 2010 by Philipp Rogmann in Plattform
 
 

Razer – Die neuen StarCraft II- und Xbox 360-Produkte


Die eSport-Szene ist wie die vieler Sportarten. Richtiges Equipment sorgt dafür, dass trainierte Fähigkeiten im Match perfekt umgesetzt werden können. Razer baut schon lange Equipment für Amateure und Profis verschiedenster Couleur. Wir haben uns auf der GamesCom einige der neuen Produkte anschauen können und sind wie immer überrascht, dass es doch noch so viele Neuerungen und Verbesserungen an Tastaturen, Kontrollern, Mäusen und Headsets geben kann. Man müsste doch eigentlich davon ausgehen, dass irgendwann das Optimum erreicht ist.

StarCraft II-Gear für Fans und Enthusiasten
Es ist schon ein Unterschied, ob man von Blizzard lediglich die Erlaubnis erhält, eine Hardware-Serie nach wichtigen Einheiten von StarCraft zu benennen oder ob man ein offiziell lizensiertes Produkt auf den Markt bringt, das in Zusammenarbeit mit den besten eSportlern der Welt gebaut wird. Razers StarCraft II-Serie ist letzteres und damit perfekt an die Bedürfnisse von Echtzeitstrategiefans angepasst. Dass sich das nicht nur auf das Design – über das sich sicherlich wie immer streiten lässt – erstreckt, sondern viele kleine und große Feinheiten umfasst, die das Spielen von StarCraft II und anderen Echtzeitstrategietiteln ungemein erleichtern.

Das fängt bei der Maus (nach der Terraner-Einheit „Spectre“ genannt) an, die nicht nur sehr gut in der Hand liegt und mit 1 kHz ultraschnell reagiert, sondern ein paar geniale Neuerungen für Gamer hat. So könnt Ihr den Tastenwiderstand einstellen, um ihn an Eure Spielweise so perfekt anzupassen, dass Eure APM (Aktionen pro Minute) nach oben schnellen. Wie wichtig es ist, dass Ihr diese Details perfekt auf Euch einstellen könnt, merkt Ihr sofort, wenn Ihr eine Maus nehmt, die nicht zu Euch passt. Besonders beim so genannten Micromanagement, bei dem Ihr viele einzelne Einheiten schnell bewegen müsst, um sie entweder aus einer Gefahrensituation zu lenken oder eine feindliche Einheit einzugrenzen, ist diese Einstellmöglichkeit perfekt. Stellt Ihr den Widerstand hoch ein, könnt Ihr viel schneller klicken, da der Weg des Fingers bis zum Klick viel kürzer ist. Natürlich hat die „Spectre“ auch die Standard-Gimmicks wie fünf belegbare Tasten und ein widerstandsfähiges Kabel.

Alle StarCraft II-Produkte von Razer haben einen optischen Effekt, der anzeigt, wie hoch Eure APM zurzeit sind. Mit LEDs wird so farbig angezeigt, ob Ihr gerade nichts macht oder mitten in einer Schlacht seid. Natürlich sind die Farbbereiche nach Eurem Gusto über die Konfigurationsmenüs anpassbar. Interessant ist das natürlich eher für Fans, die Euch zuschauen. Sie sehen direkt, ob Ihr sehr konstant oder nicht spielt. Auch spezifische Situationen im Spiel können angezeigt werden. So könntet Ihr einstellen, dass die Maus ein paar Mal rot blinkt, wenn Eure Basis angegriffen wird. Oder die Fertigstellung von Gebäuden und Einheiten könnte die Maus grün aufblinken lassen. Eurer Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Mit der „Marauder“ genannten Tastatur habt Ihr einen weiteren Baustein der Serie, der Euch dabei helfen soll, bestmöglich bei StarCraft II zu performen. Neben dem eben angesprochenen APM-Lighting-System und der schnellen Reaktionszeit der Tastatur, haben die Ingineure sich noch ein paar Feinheiten ausgedacht. Erstens wurde die Tastatur kompakter konstruiert als andere. Das heißt, die Pfeiltasten liegen mit im Nummernblock. Warum das so ist, ist jedem Echtzeitstrategiespieler klar: Man braucht sie im Normalfall nicht. Kompakt ist also gut, denn nur Maus und der linke Teil des Keyboards sind für Spieler dieses Genres entscheidend. Auch die Tasten wurden angepasst. Da sie etwas höher als bei normalen Tastaturen sind und der Tastenhub optimiert wurde, könnt Ihr schnell Befehle geben und Einheiten wechseln. Dazu kommt, dass Ihr Makros on-the-fly aufnehmen könnt und damit auch längere Befehlsfolgen schnell von der Hand gehen. In Kombination mit der „Spectre„-Maus ein ziemlich unschlagbares Team.

Wenn Ihr die gesamte Reihe von Produkten erwerbt, ist dabei auch noch das Headset namens „Banshee“ dabei. Auf den ersten Blick wirkt es ein wenig groß und schwer. Glücklicherweise ist dem nicht so. Auf den Tragekomfort wurde ebenso geachtet, wie auf die perfekte Isolation von Nebengeräuschen. Ihr seid nur im Spiel, neben Euch ist die Welt leise. Natürlich hat auch das „Banshee“ das APM-Lighting-System, das jedem zeigt, wie gut Eure Kontrolle über das Spielgeschehen ist. Das Mikrofon ist abnehmbar und uns gefiel besonders gut, dass es wirklich fest sitzt. Problematisch ist oftmals bei solchen Produkten, dass das Mikrofon nach kurzer Zeit unkontrollierbar herumschlackert. Außerdem gibt es – für Liebhaber – noch eine Equalizer-Funktion, mit der Ihr spezifisch einstellen könnt, wie sich das Spiel anhört. Ihr spielt Zerg und wollt das auch so hören? Kein Problem.

Die gesamte StarCraft II-Kollektion von Razer ist nicht nur von gewohnt hoher Qualität, die Entwickler haben sich auch einiges bei den kleinen Features gedacht, die das Spielen noch viel leichter machen. Sobald die Produkte im letzten Quartal erscheinen, werden wir uns dezidiert mit den einzelnen Komponenten auseinandersetzen und Euch berichten, wie sich die endgültigen Produkte spielen.

Der Xbox 360-Kontroller Onza
Konsolenspieler haben immer ein Problem: Zuwenig Anpassungsmöglichkeiten. Selbst wenn Ihr im Spielmenü die Sensitivität der einzelnen Sticks anpasst, kommt Ihr doch trotzdem nicht zum richtigen Ergebnis. Auch diesem Problem haben sich die Mannen von Razer angenommen. Mit dem „Onza„-Kontroller könnt Ihr per Drehrad den Widerstand der beiden Analogsticks seperat einstellen. Da bei einem Shooter ein anderer Widerstand passt als bei einem Racer, ist das eine sehr sinnvolle Neuerung. Dazu kommt, dass Ihr über den linken und rechten Schultertasten jeweils frei belegbare Tasten habt, die es Euch erlauben, andere Tastenfunktionen direkt auf diese Zusatztasten zu legen. Auch gegen schwitzige Hände haben die Entwickler etwas getan: Eine gummierte Oberfläche sorgt für den richtigen Grip.

Der „Onza“ ist nur mit Kabel erhältlich, da alle Tasten beleuchtet sind. Ihr wärt sonst nur noch am Nachladen Eures Kontrollers. Insgesamt ist dieser Kontroller – der natürlich auch perfekt mit Windows PCs zusammenarbeitet – ein Muss für jeden Spieler, der einen Schritt weiter gehen will als es ein Casual Gamer tun würde.

Fazit:
Obwohl die Produkte teilweise noch Prototypen waren, konnte man die Erfüllung des Claims von Razer – „For Gamers. By Gamers.“ – erkennen. Die Entwickler von Razer schaffen es immer wieder, kleine und große Probleme der Spiele-Community zu lösen, Dinge zu verbessern und dabei das Design ebenfalls noch zu berücksichtigen. Wir können es kaum erwarten, die fertigen Produkte in Ruhe unter die Lupe zu nehmen und in stundenlangen Sessions herauszufinden, ob alles Gold ist, was glänzt. Die Demonstrationen lassen Gutes erhoffen.