The Secret World – Ein MMO in der Zukunft, inklusive Magie
Von Philipp Rogmann • Sep 3rd, 2010 • Kategorien: Mac, News, PC, PreviewsTweet

Die Grundgeschichte spricht von einem bösen Virus, der die Welt zu übernehmen droht – dem so genannten Filth. Dieser “Dreck” infiziert Menschen und macht aus ihnen etwas anderes, fast schon Zombie-artiges. Und obwohl damit die Menschen eigentlich gemeinsam schon genügend zu tun hätten, gibt es immer wieder Streit zwischen den großen Fraktionen. Macht korrumpiert also auch in Zeiten, in denen jeder mit jedem zusammenarbeiten sollte. Für diese Querelen wird es in TSW extra PvP-Bereiche geben, im Normalfall bleibt es friedlich und Ihr könnt Euch zwar streiten, den anderen aber nicht angreifen.
Um die Möglichkeiten des Kampfes und die Grundlagen unseres Charakters zu lernen, wurden wir nach Tokyo geschickt, wo das Basistraining stattfindet. Schon hier wurden einige Unterschiede zu anderen MMOs deutlich: Es gibt in TSW keine Klassen im klassischen Sinn. Für Kämpfe müssen zwar Rollen übernommen werden, Ihr könnt aber jederzeit außerhalb des Kampfes Eure Orientierung wechseln. Die Rollen sind klassisch: Fernkämpfer, Nahkämpfer und Crowd Controller, der Monster zusammenhält und die anderen heilen kann. Jede Rolle kann allerdings heilen und Schaden machen. Nur die Spezialisierung ist etwas unterschiedlich. Mit den Angriffen und Zaubersprüchen bildet Ihr Kombinationen. Dieses so genannte State-System sorgt dafür, dass die richtige Reihenfolge in der Anwendung von Fähigkeiten in Verbindung mit Euren Teammitgliedern höheren Schaden generiert. Es gibt zwar ebenfalls keine klassischen Levels, die Ihr erreichen könnt, aber natürlich skalieren Eure Skills mit der Erfahrung, die Ihr im Laufe Eurer Karriere in The Secret World macht.

Wir konnten uns ebenfalls das “Crucible” anschauen. Diese Area ist für die Templer eine Art Versuchslabor (die anderen Fraktionen werden in ihrer Hauptstadt das Gleiche haben). Da Ihr mit den Erfahrungspunkten neue Fähigkeiten kauft, müsst Ihr natürlich erst einmal sehen, wie sie sich auf Euren Spielstil auswirken. Das könnt Ihr an diesen Orten tun – sozusagen “Try before you buy“. Glücklicherweise könnt Ihr Eure Skills auch nach dem Kaufen noch gegen andere eintauschen, wenn Ihr merkt, dass es doch nicht so funktioniert wie Ihr Euch das gedacht habt. Alle Fraktionen haben die gleichen Fähigkeiten zur Verfügung. Es gibt also keine Skills, die spezifischen Fraktionen vorbehalten sind. Eure Kleidung ist ebenfalls nicht so wichtig wie in anderen MMORPGs. Es gibt keine Stats auf Gegenständen, die Ihr tragt – außer auf den Waffen natürlich. Wenn Ihr Boni nutzen wollt, müsst Ihr Euch tätowieren lassen, Amulette und Ringe kaufen und somit stärker werden.

Die Quests in The Secret World werden klassische Kill Quests enthalten. Daneben wird es Rätsel geben, die Ihr nur mit anderen kooperativ lösen könnt. Das ist das wichtige Element jedes MMOs, das funktioniert: Gemeinsames Erledigen von Aufgaben. Die Quests werden Euch in andere Städte und über den ganzen Globus reisen lassen. Wir konnten uns einen der Anfänger-Dungeons schon anschauen und müssen sagen: Solide Arbeit. Nichts besonderes, aber eben wirklich gut inszeniert.
Fazit:
Auf den ersten Blick macht The Secret World einen guten Eindruck. Die Ideen sind nicht alle neu, aber greifen scheinbar gut ineinander. Namhafte Autoren sollen dafür sorgen, dass die Story spannend bleibt. Der erste Eindruck ist auch hier sehr positiv. Problematisch ist das Setting und die Nutzung von Magie in einem MMO, das zu unserer Zeit spielt. Aber wie wir die Jungs von Funcom kennen, werden sie auch hier gute Begründungen liefern. Es dauert noch etwas, bis wir The Secret World selbst wirklich antesten können und Euch aus einer etwaigen Beta berichten können. Für den ersten Eindruck haben wir allerdings genügend gesehen. Besonders, dass es keine Levels gibt und keiner mit Gegenständen angeben kann, hat uns gut gefallen. Wir bleiben für Euch dran.







