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Posted 5. November 2010 by Philipp Rogmann in News
 
 

Red Dead Redemption: Undead Nightmare – Es wird Zeit, den Zombies in den Arsch zu treten


Wir wissen aus unzähligen Filmen, wie man mit Zombies umgeht und wie man sie besiegt. Leider haben davon die braven Leute in Red Dead Redemption keinerlei Ahnung – es ist schlicht eine Zeit, wo das Auftreten von massenhaft untoten Gegnern kein Thema ist. Doch genau das passiert im DLC namens Undead Nightmare. John Marston und einige andere müssen sich mit einer Seuche rumplagen, die aus Toten Zombies macht. Dabei haben sie keine Ahnung, was sie tun sollen. Es gilt, experimentell an die Sache heranzugehen. Und mit von der Partie sind die vier Pferde der Apokalypse – mit Euch als Reiter. Was sich sonst noch Tolles in dem DLC versteckt, verraten wir Euch gern…

An einem ganz normalen Tag klopfen die Gehirnfresser an die Tür bei John Marston. Das ist – wie Ihr im Laufe der Singleplayer-Story herausfindet – nicht örtlich begrenzt: Überall auf der Weltkarte des Spiels geht die Zombie-Invasion los. Zwar hat das DLC natürlich nicht den gleichen Umfang wie das Hauptspiel, aber Undead Nightmare macht Spaß, erzählt eine spannende Geschichte und belohnt Euch mit einem sehr interessanten und coolen Ende. Das Erste, was Euch auffallen wird, ist dass die Spielwelt von Red Dead Redemption sich sehr geändert hat. Nicht nur, dass zu Anfang gleich die Mehrzahl der Personen, die Ihr trefft entweder tot oder Zombies sind, die gesamte Flora und Fauna hat eine andere Atmosphäre. Und fies ist, dass Ihr zunächst nicht speichern könnt. Dazu müsst Ihr erst eine Stadt von den Untoten befreien. Nach und nach erobert Ihr so die gesamte Karte von den Zombies für die Lebenden zurück.

Jedes Mal, wenn Ihr eine Stadt zurückerobert, habt Ihr die Wahl, ob Ihr Eure Munition mit den Menschen vor Ort teilt. Das ist eine wichtige Entscheidung, denn alle Läden, die Waffen und Munition verkaufen, sind geschlossen. Trotz dieses Engpasses laufen die Kämpfe immer gleich ab und das wird leider ein bisschen langweilig: Ihr kommt in die Stadt, entscheidet Euch für oder gegen die Hilfe der Einheimischen, vernichtet alle Zombies und schlaft dann, um zu speichern. Undead Nightmare ist auch deshalb einfach weniger fordernd als es im Hauptspiel der Fall ist, weil die Zombies nun mal keinerlei Schläue besitzen. Sie nehmen keine Deckung, reiten nicht und nutzen keine Waffen. Ergo sind sie nur wirklich gefährlich, wenn sie in großen Rudeln angreifen – zumindest wenn Ihr nicht genügend Munition habt. Außerdem werdet Ihr schnell die einfachste Taktik wählen, die es gibt: Auf ein Dach klettern und in Ruhe einen Untoten nach dem Anderen ausknipsen. Denn das ist wieder etwas, das diese Gegner nicht können: Leitern raufklettern.

Es gibt einige Arten, Zombies zu töten. Wie wir aus unzähligen Filmen wissen, ist der einfachste Weg der Kopfschuss. Aber dazu könnt Ihr in Undead Nightmare noch andere Möglichkeiten wählen, das untote Gesochs zu erledigen. Feuer ist eine gute Alternative und sorgt dafür, dass auch größere Gegnerscharen schnell wieder ins virtuelle Gras beissen – dieses Mal hoffentlich für immer. Zuerst denken die Bewohner der Welt von Red Dead Redemption, dass die Zombies Opfer einer Seuche sind – eingeschleppt von Immigranten oder der Regierung. Erst nach einer Zeit erfahrt Ihr Hintergründe, die zu diesem massenhaften Ent-Sterben geführt haben. Welche das sind, lassen wir aus Gründen der Spannung weg.

Je nachdem, ob Euch der Sinn danach steht, gibt es haufenweise Zusatzinhalte, die Ihr lösen könnt. Verschwundene Personen aufspüren und andere Missionen, die schon im Hauptspiel Teil Eurer Karriere waren, gilt es zu bewältigen. Aber das genialste Feature ist, dass Ihr die vier Pferde der Apokalypse zureiten könnt. Jedes dieser Reittiere hat eine besondere Fähigkeit. Das Pferd „Krieg“ hat einen Area-of-Effect, der die Gegner in einem bestimmten Umkreis automatisch in Flammen aufgehen lässt. „Krankheit“ ist widerstandsfähiger als alle anderen und kann praktisch nicht getötet werden. „Hunger“ und „Tod“ haben wiederum andere Fähigkeiten und alle Pferde sind wirklich schön anzuschauen und spielen sich unterschiedlich.

Eine wichtige Addition in Undead Nightmare ist der Multiplayer-Part namens „Undead Overrun„. Bis zu vier Spieler müssen sich gegen Horden von Zombies wehren. Soweit, so aus anderen Spielen bekannt. In diesem Modus gibt es ein Zeitlimit, das runterzählt und Euch keine Chance lässt, sich einfach irgendwo zu verstecken und auf die Gegner zu warten. Da Ihr die Uhr nur durch das Öffnen von Särgen, die in der Gegend herumliegen, wieder ausfstocken könnt, heißt das: Bewegung. Und alleine habt Ihr ebenfalls keine Chance, denn die Massen an Gegnern können nur zusammen besiegt werden. Das bedeutet natürlich, dass Ihr Euch als Team über die Karte bewegt, schnellstmöglich die nächste Gegnerwelle vernichtet und Euch gegenseitig Unterstützung gebt. Der Modus macht unheimlich viel Spaß und die Atmosphäre ist gruselig. Wenn Ihr Euch mit Leuten zusammentut, die genau wissen, was zu machen ist, macht das Ganze wirklich viel Spaß.

Fazit:
Für den Preis eines kleinen DLCs bekommt Ihr mit Undead Nightmare eine tolle Singleplayer-Geschichte, die zwar nicht so umfangreich wie die des Hauptspiels ist, aber gut konstruiert und mit einem netten Ende ausgestattet ist. Natürlich sind die Missionen und das Befreien von Städten nach einer Weile etwas langweilig, aber die Atmosphäre und der Gruselfaktor trösten darüber hinweg. Die Pferde der Apokalypse sind eine tolle Addition und der Multiplayer-Modus „Undead Overrun“ ist einfach genial.