Dies ist ein Gastartikel von Marcos Placias von entertainweb. Das Original ist unter http://www.entertainweb.de/tech/reviews/item/233-macbook-air-frische-brise-oder-hei%C3%9Fe-luft?.html zu finden.
Schickes Design, gute Performance, lange Akkulaufzeit – was sind die richtigen Zutaten für das perfekte Notebook? Die Meinungen diesbezüglich gehen wie bei so vielen Technikthemen weit auseinander. Keine Frage, viele Notebook-Hersteller wie MSI, Lenovo, Acer, Sony oder Alienware verstehen ihr Handwerk, haben starke Hochleistungsgeräte für jeden Anwendertypen in ihrem Portfolio. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis scheint sich den Kundenvorstellungen mehr und mehr anzupassen. Ein Hersteller jedoch fällt etwas aus der Reihe, spielt nach seinen eigenen Regeln – Apple.
Galt der Megakonzern um Gründer
Steve Jobs in der Vergangenheit noch eher als Insider-Tipp, so hat
Apple durch Megaseller wie
iPod,
iPhone oder dem zuletzt veröffentlichen Tablet-PC
iPad neben den eingefleischten Fans jetzt auch noch die Herzen des gemeinen Volkes erobert.
Apple hat mit seinen intuitiven Produkten das digitale Zeitalter enorm geprägt – ist in vielerlei Hinsicht Konkurrenten etwas voraus. Kein Wunder also, dass
Apple dem Börsenwert nach aktuell das zweitgrößte Unternehmen der Welt hinter
Exxon Mobil ist. Eine clevere Marketingstrategie ist nicht ganz unschuldig am Erfolg. Nichtsdestotrotz, die Menschen hat in erster Linie die Technologie der Produkte überzeugt.

Federleichtes Schwergewicht
Ein Beispiel für fortschrittliche Technologie gepaart mit edlem Design findet man in
Apples neusten Streich, dem
MacBook Air. Bei der Präsentation in Deutschlands
Apple-Hauptsitz in München durfte die Fachpresse das jüngste Mitglied der Apfel-Familie genauer unter die Lupe nehmen. Natürlich hatte jeder der Journalisten zuvor
Steve Jobs Keynote gesehen, sich Bilder und Videos angeschaut. Das
MacBook Air dann aber in den Händen zu halten, war dann doch ein echtes Erlebnis.
Die Fusion von
MacBook und
IiPad, so beschreibt
Steve Jobs das
MacBook Air – und das passt wie die Faust aufs Auge. Tatsächlich erinnert das
Air mit seinen federleichten 1,1 Kilogramm (11,6 Zoll) bzw. 1,3 Kilogramm (13,3 Zoll) an das
iPad. Auch das Instant-On-Feature, welches das schnelle Starten des Rechners dank des integrierten Flash-Speichers auch mal schnell zwischendurch ermöglicht, ist mit dem des
iPads identisch. Ganze 13 Sekunden benötigt das
Air, um betriebsbereit zu sein, zwei um herunterzufahren – Wahnsinn!
Gestatten, Gebrüder Air
Das Einsteigermodell mit 64GB Speicher (alternativ: 128 GB Flash-Speicher) und 11,6 Zoll-Display ist mit einem 1,4 GHz
Intel Core 2 Duo Prozessor, 2 GB Arbeitsspeicher sowie einer
NVIDIA GeForce 320M-Grafikkarte ausgestattet. Das Hochglanz-Widescreendisplay schafft eine Auflösung von bis zu 1366 x 768 Pixel. FaceTime Kamera, Mini DisplayPort mit Unterstützung für DVI, VGA, Dual-Link-DVI und HDMI, zwei USB 2.0 Anschlüsse, Audio Stereolautsprecher, omnidirektionales Mikrofon, Kofphörer-Minianschluss, AirPort Extreme Wi-Fi (basierend auf dem IEEE 802.11n Standard) und Bluetooth 2.1 ergeben einen Preis von 999 Euro.
Den großen Bruder mit 13,3 Zoll gibt es wahlweise mit 1,86 GHz oder 2,13 GHz
Intel Core 2 Duo Prozessor sowie mit integriertem 128GB bzw. 256GB Flashspeicher. Neben den Anschlüssen des 11,6 Zoll bietet das 13,3 Zoll
MacBook Air zusätzlich einen SD-Karten-Slot. Das Hochglanz-Widescreendisplay schafft eine Auflösung von bis zu 1440 x 900 Pixel. Der Preis startet bei 1299 Euro. Die Akkulaufzeit ist bei beiden Modellen auf der Höhe der Zeit: Fünf Stunden (11,6 Zoll) bzw. sieben Stunden (13,3 Zoll) sollte jedem Anspruch gerecht werden. Das Multi-Touch Trackpad reagiert gewohnt souverän und vereinfacht das Navigieren. Beide Modelle verzichten wie beim Vorgänger-Modell auf ein CD/DVD-Laufwerk, was zum geringen Gewicht des
Airs beiträgt.

Wundersame Technik
Das
MacBook Air ist ein guter Mix aus Leistung und edler Aluminium-Optik. Beides ist man von
Apple gewohnt. Wie es die Apfel-Jungs allerdings geschafft haben, die leistungsfähigen Komponenten in so einem kleinen Raum unterzubringen, ist schlichtweg beeindruckend. Vor allem die Rechenleistung überzeugt auf ganzer Linie. Wie die amerikanische Fachzeitschrift
Macworld herausgefunden hat, soll die 13-Zoll-Variante mit 1,86 GHz sogar das aktuelle
MacBook Pro mit 2,4 GHz alt aussehen lassen.
Der Lüfter ist kaum zu hören, Überhitzung scheint ein Fremdwort für das
Air zu sein, Ressourcenfresser
Photoshop ergibt sich bereits nach wenigen Sekunden. Das Navigieren mit dem Trackpad macht enorm viel Spaß und ist eine gute Alternative zur
Magic Mouse. Die Stereolautsprecher sind unsichtbar und erstaunlich kraftvoll. Weshalb
Apple aber auf die Tastaturbeleuchtung verzichtet hat, bleibt wohl ein Rätsel.
Das Fehlen eines Laufwerks sowie die mäßigen 2GB Arbeitsspeicher und 128GB Flashspeicher sind zu verschmerzen. Der Preis bewegt sich hingegen nah an der Schmerzgrenze. Das
Air ist ein echter Hingucker und besticht durch gute Leistung sowie blitzschnelle Reaktionszeiten.
Unsere Empfehlung: Kaufen!