0
Posted 1. Juni 2011 by Philipp Rogmann in News
 
 

Teil 3: PvP und politisches System in dem MMO


Im dritten Teil unserer Serie zum Unreal 3-MMO Tera beschäftigen wir uns damit, wie Eure Kampfeslust gegen andere echte Spieler gestillt wird und damit, wie das politische System in Tera funktioniert, das zwar geniale Ideen beinhaltet, aber bis jetzt noch nicht sonderlich überzeugend durchstrukturiert ist.

Spieler gegen Spieler
Wie in allen gängigen MMOs üblich, wird es auch in Tera natürlich den Kampf zwischen Spielern und Gruppen von Spielern geben. Ob es – wie zum Beispiel in World of Warcraft – verschiedene Server geben wird, die PvP in der offenen Welt erlauben (während es auf anderen Servern explizit angeschaltet werden muss), ist noch nicht endgültig klar. Aber laut den Mitarbeitern auf dem Event ist das durchaus vorstellbar, weil es defintiv in das Konzept von Tera passt.

Es wird neben offenen Konfrontationen auch instanziertes PvP geben, Arenen und Aufgaben-basierten Kampf zwischen Gruppen (Capture the Flag, Territory etc.). Durch das Gewinnen solcher Battlegrounds wird es natürlich wichtige Items geben, die auf anderem Wege nicht erhältlich sind. Vorstellbar ist dazu, dass es ein System von PvP-Titeln oder -Rängen geben wird. Noch ist das zwar nicht implementiert, aber bei den vielen Neuerungen, die Tera bietet, wäre ein System wie im originalen World of Warcraft durchaus vorstellbar.

Doch egal, wie das System am Ende aussieht, eines ist schon im Vorwege klar: Tera wird schwieriger zu meistern sein als andere Genrevertreter. Das liegt am andersartigen Kampfsystem, das natürlich auch im PvP zum Einsatz kommt. Viel wird hier mit dem dynamischen Brechen der Sicht zusammenhängen, denn wie gesagt muss nicht nur ein Damage Dealer sein Ziel direkt im Fadenkreuz haben, auch Heiler benötigen Line-of-Sight. Unserer Meinung nach wird das für sehr viel Spielspaß sorgen, denn Taktik und das Unterbrechen von Zaubern wird hier absolut gefördert.

Politisches System, Gildenhäuser und Macht
Ähnlich wie in Archlord, wird es in Tera ein politisches System geben, das auf Wahl oder PvP-Erfolg basiert. Jede Stadt kann einen Stadthalter haben, der vor Ort nicht nur für Recht und Ordnung sorgt, sondern auch Steuern anpassen kann. Interessantes weiteres Detail: Dieser Venarch soll sogar die Spawns von NPCs anpassen und bestimmen können. Ob das nur für Quest-NPCs gilt, oder auch für Händler und NPCs, die dem Spieler helfen, konnten wir nicht erfahren. Jede der Hauptstädte wird dann einen absoluten Herrscher erhalten, den so genannten Exarch. Dieser wird aus den Reihen der Venarchen gewählt und da es zurzeit drei Hauptstädte gibt, werden diese drei Personen noch sehr viel mehr Macht haben. Problematisch ist nur, dass eine Möglichkeit zur Manipulation durch große Gilden und Bündnisse möglich sein wird. Die Grundidee war Wahlkampf, aber wenn sich genügend mächtige Gilden zusammenschließen, können sie sowohl die Venarchen, als auch die Exarchen praktisch unter sich aufteilen. Wie hier für einen Schutz vor Korruption gesorgt werden soll, ist noch nicht bekannt.

Ebenso ein Problem der Macht von großen Gilden ist das Gildenhaus-System. In den Städten wird es nur wenig Platz für Gildenhäuser- und -Hallen geben. Kleine Gilden haben so wenig Chance darauf, jemals ein solches Gebäude ihr Eigen nennen zu können. Nach Hoffnung von Frogster wird es deshalb eine Art Immobilienmarkt geben, der sich von selbst reguliert. Ob das so funktioniert, bleibt abzuwarten. Es bleibt also besonders im Bereich Politik und Immobilien spannend, wenn die Machtverhältnisse sich im Laufe der Zeit wandeln. Noch scheint ein Ungleichgewicht vorzuherrschen.