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Posted 17. Juni 2011 by Entertainweb in News
 
 

Launiges Fantasy-Epos mit ungleichem Team


Mit Hunted: Die Schmiede der Finsternis haben die Macher von The Bard’s Tale und Bethesda Softworks ein durchaus außergewöhnliches Action-Abenteuer parat. Perfekt ist das Fantasy-Spektakel zwar noch lange nicht, dafür aber überraschend unterhaltsam.

Es war einmal…
Eigentlich waren die beiden Söldner Elara und Caddoc nur auf dem Weg in die Hauptstadt Llyr, um dort eine ihre Missionen zu erledigen. Doch es kommt alles anders. Sie erhalten von einer mysteriösen Schönheit den Auftrag, das aufkeimende Böse zu vernichten. Gesagt, getan? Nicht ganz, denn ekelhafte Kreaturen aus der Dunkelheit fallen über die Welt von Kala Moor her, entführen Menschen, um diese einem Ungetüm zum Fraße vorzuwerfen. Und sie zerstören alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Nur die hübsche Elfe und der mächtige Schwertkämpfer können die Vernichtung des Königreiches aufhalten und erfahren, was es mit der Schmiede der Finsternis auf sich hat.

Die Geschichte von Hunted: Schmiede der Finsternis wird schön in Form etlicher Zwischensequenzen erzählt, dazu kommt ein cleverer dramaturgischer Kniff. Elara und Caddoc sind ein ungleiches Team, das auf häufig amüsante Art und Weise aktuelle Situationen kommentiert. Dadurch gewinnen die beiden enorm an charakterlicher Tiefe und machen den Verlauf der Handlung spannender. Auch die deutschen Synchronsprecher leisten hier eine überaus gute Arbeit, unabhängig davon, dass manche Sprüche nicht ganz perfekt zu allen Ereignissen passen.

Gute Unterhaltung
Spielerisch erinnert Hunted: Schmiede der Finsternis frappierend an etliche Genrevertreter der letzten Zeit. Wie bei Fable kann man sich den Weg durch die auf den ersten Blick linearen Abschnitte zeigen lassen. Überall werden allerlei Monster attackiert, gelegentlich darf man zwischen der Dame und dem Muskelberg wechseln. Während Elara auf den Bogen fokussiert ist, schnetzelt sich Caddoc vorzugsweise mit Schlag- und Stich- Werkzeugen durch die Gegnerhorden. Häufig nimmt man auch wie bei Gears of War Deckung, vorrangig aber erlebt man intensive Schlachten mit seinen Waffen und einem schützenden Schild. Besonders taktisch ist das Kampfsystem nicht, denn abgesehen vom Hochhalten des Schildes und dem sinnvollen Timing beim Zuschlagen gibt es nicht viel zu beachten. Hinzu gesellen sich fortlaufend neue magische Fähigkeiten, die durch das Aufsammeln von Kristallen verbessert werden. Ein RPG-typisches Auflevel-System existiert nicht.

Hunted: Schmiede der Finsternis ist auch auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad recht happig, was an dem hohen Feindaufkommen und dem begrenzten Magie- bzw. Energievorrat liegt. Auch sind die Rücksetzpunkte nicht sonderlich gut platziert, was gelegentlich für Frust sorgen kann. Aber: Der Titel ist nicht nur auf reinrassige Action ausgelegt, denn in der einfallsreichen Spielewelt können etliche Geheimnisse gelüftet werden. Abzweigende Wege offenbaren Schätze und neue Waffen, ebenso warten diverse Rätsel darauf, gemeistert zu werden. Diese meist optionalen Aufgaben sind durchaus knackig und setzen verstärkt auf die individuellen Vorzüge der Protagonisten. So genannte Drachentränen dienen auch dem Aufwerten gemeinsamer Fertigkeiten.

Das komplette Review lest Ihr bei den Kollegen von entertainweb…