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Pacific Rim: Bombastischer Kampf ums Überleben / Review

 


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Posted 11. Juli 2013 by

Was tun, wenn die Menschheit von riesigen Monster-Aliens (den Kaiju) angegriffen wird? Genau, man baut Hochhaus große Roboter, um der Invasion entgegentreten zu können. Da die Maschinen so gewaltig sind, müssen sie immer von zwei Piloten gemeinsam gesteuert werden. Die zwei besten Piloten sind Raleigh Becket (Charlie Hunnam) und sein Bruder Yancy. Als Yancy eines Tages ums Leben kommt, bricht für Raleigh die Welt zusammen. Für ihn ist das gesamte Jaeger-Programm um die riesigen Roboter mit seinem Bruder gestorben. Doch als die Angriffe der Kaiju immer verheerender werden, wird klar, dass es so nicht weitergehen kann. Eine neue Strategie muss her und dafür werden alle Piloten benötigt…

Guillermo del Toro ist für seine Bildsprache und Fantasie bekannt. Schon Filme wie Pans Labyrinth oder Hellboy 2 – Die Goldene Armee bestechen durch ihre schöne visuelle Ausarbeitung und ihre fantasievolle Idee. Wie mag es dann wohl sein, wenn man so einem Mann 180 Millionen Dollar in die Hand gibt? Richtig: Es entsteht Pacific Rim.

Visueller Überflieger
Mit Pacific Rim hat Guillermo del Toro eine Zerstörungsorgie sondergleichen geschaffen. Noch nie wurden solche Bilder auf die Leinwand gebannt. Und ja, damit ist auch Man of Steel gemeint! Wenn gigantische Monster auf unaufhaltsame Roboter treffen, bleibt kein Stein auf dem anderen. Pacific Rim ist ein bildgewaltiger Superlativ! Das alles wird durch die Kameraarbeit von Guillermo Navarro hervorragend in Szene gesetzt und bietet so 131 Minuten geballte Action, die einfach Spaß macht. Jedes Bild wird in langen Einstellungen dargestellt, so dass der Zuschauer wirklich nichts von Gezeigtem verpasst. Präsentiert wird der visuelle Overkill dann noch in astreinem 3D. Da lohnt sich das Extra-Geld!

Erzählerischer Tiefflieger
So perfekt ausgearbeitet Pacific Rim visuell auch ist, so fehlerhaft ist er allerdings bei der erzählerischen Arbeit. Der dünnen Story fehlt jegliche Basis und scheint in manchen Situationen an den Haaren herbeigezogen. Zudem steckt sie auch noch voller Fehler, die man hätte leicht vermeiden können. Und sowohl Charlie Hunnam als auch Mako Mori als Rinko Kikuchi bekommen keine Möglichkeit ihren sowieso schon flachen Charakteren Leben einzuhauchen. Dafür bleibt zwischen all den ganzen Effekten um Roboter und Kaiju keine Zeit. Auch die Nebendarsteller verkommen zu austauschbaren Pappfiguren, denen jegliche Tiefe fehlt. Dies führt leider dazu, dass der Zuschauer keine Bindung zu irgendjemandem aufbaut.

Fazit:
Laut del Toro sollten in Pacific Rim die Roboter und Monster die Stars werden. Das ist dem Regisseur hervorragend gelungen. Hier werden Logik, Charakterzeichnung und Story Effekten, Action und Bildgewalt geopfert. Wer damit kein Problem hat, bekommt eine Spektakel geboten, welches die bisherige Messlatte der Special Effekts noch mit Straßenschuhen überspringt.


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