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Battlefield 1: Review des neuesten DICE-Shooters

 
 
Details
 

Systeme: PC, Xbox One, PlayStation 4
 
Publisher: Electronic Arts
 
Entwickler: DICE
 
USK-Rating: Ab 16 Jahren
 
Release: 21.10.2016
 
Homepage: http://www.battlefield.com
 
Genre: First Person Shooter
 
Gesamtbewertung
90%
90/ 100


 


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Posted 25. Oktober 2016 by

Es ist Zeit, sich auf die Schlachtfelder einer der blutigsten Konflikte aller Zeiten zu begeben, den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs. Eines Krieges, der brutal, unerbittlich und kurz vor der modernen Innovationen stand. Noch gab es keine Raketen mit Thermo-Zielsucher, keine Infrarot-Zielfernrohre – es war die Zeit, in der Soldaten ständig im Nahkampf überleben mussten. DICE hat eine andere Richtung als andere, futuristischere Shooter, eingeschlagen und sich vom Standard abgewendet, immer modernere Kriegsszenarien zu entwickeln. Wir haben das Potenzial von Battlefield 1 im eSport schon analysiert und uns angeschaut, was der Shooter für die Wettbewerbsszene bedeuten könnte, und was wir uns wünschen würden. Jetzt ist es an der Zeit, das finale Spiel unter die Lupe zu nehmen und zu sehen, ob DICE es geschafft hat, die Wünsche und Anregungen der Community und der Medien zu erfüllen.

Singleplayer:
Battlefield 1 bringt eine komplette Singleplayer-Kampagne mit, die auf verschiedenen Schlachtfeldern des ersten weltumspannenden Krieges spielt. Nachdem es keinerlei Kampagne in Star Wars: Battlefront gab, ist das eine sehr willkommene Änderung. Aber kann die Singleplayer-Kampagne von Battlefield 1 eine emotionale Geschichte erzählen, ist die Kampagne sinnvoll aufgebaut? Nachdem wir einen Großteil der Kampagne durchgespielt haben, kann man das nur mit einem klaren “Ja!” beantworten. Die Kampagne ist relativ kurz, schickt die Spieler in sechs verschiedene Unterkampagnen und erzählt emotionale Geschichten rund um verschiedene Protagonisten im Krieg – und darüber hinaus.

Jede der sechs Geschichten enthält nur ein paar Missionen und Szenarien, schafft es aber, die Brutalität eines Krieges kurz vor der Einführung der industriell geführten Vernichtung perfekt zu vermitteln. Seit Battlefield: Bad Company 2 gab es keine Kriegsgeschichte, die so mitreißend war, die Spieler so in ihren Bann gezogen hat. Die Story und die Kampagne dienen weiterhin als Training für den Multiplayer-Modus und helfen den Spielern, alle Mechaniken zu erlernen, die später in den Multiplayer-Modi wichtig werden.

Multiplayer:
Nach unserem Artikel zum Multiplayer-Potenzial von Battlefield 1 waren wir natürlich sehr gespannt darauf, wie sich diese Faktoren in der finalen Version des Spiels darstellen würden. Und ja, DICE hat die meisten Versprechen der Vergangenheit gehalten, aber es ist sehr offensichtlich, dass eSport kein Fokus von Battlefield 1 ist. Das erste Mal waren alle Server in der Pre-Launch-Phase (die für EA Access Abonnenten verfügbar war) absolut stabil, der Netcode war gut (noch nicht perfekt, aber DICE arbeiten daran) und es gab gleich zu Anfang eine großartige und vielfältige Kartenauswahl.

Die Karten sind relativ groß und offen, mit einigen Camp Spots und Nadelöhren, an dem sich Kämpfe konzentrieren. Neben den sehr unterschiedlichen Designs schaffen es die Karten immer wieder, den Spielern die Brutalität des Krieges vor Augen zu führen – viel besser, als das bei Karten anderer Battlefield-Spiele der Fall war. Zeppeline am Himmel und die unglaublich vielen Details lassen Spieler oftmals die Missionsziele vergessen und die Integration von Luftschiffen und Flugzeugen verstärken den Eindruck der Größe der Karten.

Für Spieler anderer Battlefield-Titel wird es wenig überraschend sein, dass grafische Glitches ziemlich allgegenwärtig sind. In engen Gassen lassen Panzer öfter mal die Wände verschwinden und bieten dem Team im Panzer eine Art Wallhack. Spieler bleiben in Objekten und Wänden stecken oder schweben über das Schlachtfeld nachdem sie tot sind. Diese Glitches sind nicht spielentscheidend, aber es ist merkwürdig, dass diese Art Bugs im Spiel nicht langsam gefixt worden sind.

Das Schlachtfeld ändert sich ständig, besonders durch die Zerstörung von Landschaft und Gebäuden, die in Battlefield 1 möglich ist. Gebäude stürzen ein und offenbaren die versteckten Scharfschützen, Panzer brechen durch Türen und nehmen gleich noch die Wände mit, Bomber hinterlassen Ruinen nach ihren Bombardements. Diese ständig wechselnde Umgebung schafft ein sehr realistisches Gefühl, die Spieler können sich auf nichts verlassen und sind stetigem Wandel ausgesetzt und werden so ins Spielgeschehen perfekt eingebunden. Der Tod ist überall und die Einführung von Giftgas und der Möglichkeit, sich mit Gasmasken zu schützen, schafft ein unglaublich klaustrophobisches Gefühl. Dabei sind die Multiplayer-Gefechte sogar lehrreich: Vor dem Start eines Gefechts, wird den Spielern der historische Hintergrund der aktuellen Gefechtssituation erklärt. Eine Geschichtsstunde, die anders als das ist, was man aus der Schule kennt.

Wir hatten auf interessante Modi in unserem Artikel zu den Potenzialen gehofft und wir haben sie bekommen! DICE haben geniale Modi in Battlefield 1 geschaffen. Klar, es gibt die traditionellen Conquest, Domination, Rush und Team Deathmatch Modi für jeden Fan von Battlefield. Aber besonders ein Modus hat es uns besonders angetan: Operation. Operation umfasst mehr als eine Schlacht, rund um ein größeres Territorium und ist in kleinere Kartenabschnitte aufgeteilt. Ein Team verteidigt die Karte, ein Team versucht, diesen Kartenabschnitt unter Kontrolle zu bekommen. Schritt für Schritt bekommt eines der Teams langsam mehr Kontrolle und kommt somit dem Gesamtsieg näher.

Ein kleinerer Modus, der so ein wenig an klassisches “Capture the Flag” erinnert, wurde zudem integriert: War Pigeon. Anstatt um eine Flagge, geht es hier um eine Taube, die in ein Versteck gebracht werden muss, damit der jeweilige Spieler eine Nachricht verfassen kann. Danach muss das Team sicherstellen, dass die Taube starten kann und muss dafür sorgen, dass sie nicht abgeschossen wird. Dieser kleine spaßige Modus lenkt ein bisschen von dem Grauen des Krieges ab.

Die Ära des Ersten Weltkriegs war die Ära des Repetiergewehrs. Dennoch funktionieren vollautomatische Gewehre in Battlefield 1 meistens am besten. Das liegt sicherlich auch daran, dass Spieler es schlicht gewohnt sind, mit automatischen Waffen zu schießen. Glücklicherweise haben DICE das Balancing hier perfekt im Griff, man hat nie das Gefühl, dass man im Nachteil ist, wenn man Repetiergewehre nutzt. Der Konflikt auf dem Schlachtfeld ist oft sehr persönlich und Nahkampf spielt eine große Rolle. Die Spieler, die die Einzelspielerkampagne durchgespielt haben, sind hier klar im Vorteil, weil die Kampagne Nahkampf perfekt trainiert.

Der Kampf mit den verschiedenen Fahrzeugen und Panzern in Battlefield 1 wurde ebenfalls sehr gut integriert, das Balancing nochmals verbessert. Nicht nur, dass Panzer durchaus effektive Waffen auf dem Schlachtfeld sind, wenn das andere Team zusammenarbeitet, sind sie nicht unverwundbar. Während es in der Open Beta noch so war, dass mittlere und leichte Panzer die perfekte Wahl zum Einnehmen von Punkten waren, ist das in der finalen Version von Battlefield 1 nicht mehr so. Vielen Dank dafür, DICE! Der Luftkampf wurde ebenfalls verbessert und das Balancing angepasst, sodass dieser Aspekt von Battlefield 1 noch besser geworden ist. Die Steuerung wurde überarbeitet, damit auch neue Spieler eine Chance in Luftgefechten und Bombenangriffen haben, ohne stundenlanges Training zu benötigen. Die Bodentruppen haben zudem einige wichtige Möglichkeiten, Jagdflugzeuge und Bomber vom Himmel zu holen. Insgesamt zeigt sich das als extrem ausbalanciert, DICE haben der Community eindeutig gut zugehört.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Battlefield 1 eindeutig das beste Battlefield seit dem Beginn der Serie ist und die Spieler auch langfristig motiviert. Das setzt sich bis ins Leveling-System fort, das Vielspielern nicht so viele Vorteile bietet, wie es noch in Battlefield 4 der Fall war.

Battlefield 1 ist jetzt für PC, Xbox One und PlayStation 4 erhältlich.


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