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EVE: Valkyrie: Virtual Reality done right

 


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Posted 25. Februar 2016 by

In EVE Online ist das Leben für einen Capsuleer nicht immer einfach. Hersteller CCP Games überlässt größtenteils die Entscheidungen darüber, wer zu Erfolg kommt und wer versagt, den Spielern selbst; eine echte Sandbox, in der ziemlich alles möglich scheint. Mit DUST 514, dem First Person Shooter im Universum zu EVE machten die Entwickler einen Fehler: der Shooter war zwar in der erfolgreichen Welt von New Eden beheimatet, aber exklusiv für die PlayStation 3. EVE-Spieler sind hauptsächlich PC-Spieler, das Projekt ging nach hinten los und wird jetzt “bald” von einem PC-Shooter abgelöst. EVE: Valkyrie wiederum ist nicht nur im selben Universum angesiedelt, es ist ein PC-Titel, der an vordersten Front der neuen Virtual Reality Bewegung steht. Gestartet als kleines Nebenprojekt einiger CCP-Virtual-Reality-Enthusiasten, steht jetzt EVE: Valkyrie als AAA-Titel zum Release der Oculus Rift in den Startlöchern. Nach einigen Demos auf verschiedensten Messen, sind wir tief in die Alpha eingetaucht und sagen Euch, warum EVE: Valkyrie einer der wichtigsten Titel des Jahres werden könnte – zumindest für VR-Fans und solche, die es noch werden wollen.

Der Weg zum perfekten Piloten
In EVE: Valkyrie beginnen erst einmal alle Piloten mit einem Anfängerschiff, das man auch als Spieler von EVE Online kennt. In der Alpha ist es zurzeit noch nicht möglich, sich eine Rasse auszusuchen, nur die Caldari stehen zur Verfügung. Da jede Rasse in EVE Online auf verschiedene Waffen spezialisiert ist, wird es spannend, wie das in Valkyrie eingebaut werden kann, ohne dass es Vor- oder Nachteile gibt. Die Caldari sind spezialisiert auf Schilde (anstatt Panzerung wie andere Rassen), die sich immer wieder regenerieren und nutzen vornehmlich Raketen und Torpedos. Solch Waffensysteme haben eine gewisse Flugzeit, weshalb die Schadensmöglichkeiten etwas eingeschränkt ist. Das ist folgendermaßen zu erklären: Ihr feuert Eure Raketen ab, sie müssen das Ziel erst erreichen. Sollte der Gegner es schaffen, Gegenmaßnahmen einzuleiten, kommt der Schaden gar nicht an. Das nennt man Damage Projection. In EVE Online gibt es das so genannte Firewalling, bei dem dezidierte Schiffe Smartbombs zünden und so die Raketen zerstören, bevor sie die eigene Flotte erreichen. Solch Teile des Metagames konnten wir noch nicht testen, aber bei CCP können wir davon ausgehen, dass all diese Optionen irgendwann zur Verfügung stehen.

Da es sich bei EVE: Valkyrie um einen Launch-Titel der Oculus Rift handelt, gibt es keine 2D-Version des Weltraum-Shooters. Wir haben die Alpha im Development Kit 2 (DK2) von Oculus getestet, da dies der im Moment neueste Hardware-Stand ist, der zu bekommen war. Ab dem Moment, in dem man Valkyrie startet, ist man in einer anderen Welt. Die Menüs, alle Optionen und Einstellmöglichkeiten sind im virtuellen Raum zu finden und können durch das Anschauen der Icons aktiviert werden. Ein Xbox-Controller ist zwingend von Nöten, um Valkyrie richtig spielen zu können. Wir hoffen, dass die Steuerung später auch per Flightstick wie in Elite Dangerous möglich sein wird.

Ready for war
Wer seine Ruf-Punkte durch gewonnene Schlachten und Kills/Assists erhöht, bekommt nach und nach Zugriff auf neue Schiffe und kann sie an den eigenen Spielstil anpassen: Schilde, elektronische Gegenmaßnahmen, Waffensysteme. Wie in EVE Online ist nicht jede Kombination möglich, da es nur begrenzte Computerpower und Energie gibt. Die Schiffe sind zudem sehr unterschiedlich im Handling: ein schwer gepanzertes Schiff ist lange nicht so wendig, wie ein kleines Kampfschiff. Aufgeteilt sind die Schiffe in drei Klassen: Fighter, Heavy und Support. Support-Schiffe sind alleine sehr angreifbar, bieten aber Boni und Reparaturmöglichkeiten für eine zusammen kämpfende Gruppe von Schiffe (so genannte Squads). Jeder Spieler startet mit einem Anfängerschiff der Fighter-Klasse und arbeitet sich langsam zu komplexeren Schiffstypen und -Ausstattungen vor.

Wer das erste Mal in seinem Pilotensitz auf den Start eines Matches mit und gegen echte Menschen sitzt, merkt, dass EVE: Valkyrie sehr weit gekommen ist. Die anderen Spieler bewegen sich, tippen auf virtuellen Tastaturen: man fühlt sich als Teil einer echten Realität. Wenn dann das Match startet und man aus der Station herauskatapultiert wird, hat man als jemand, der das erste Mal Virtual Reality erfährt, Probleme sich zurecht zu finden. Lange gelernte Bewegungen funktionieren nicht schnell genug, um etwas zu schaffen. Anfänger versuchen zum Beispiel, durch die Steuerung den Blick auf die Feinde zu legen. Wir befinden uns aber in virtueller Realität, der Blick kann frei schweifen, um Gegner zu erkennen, die außerhalb des starren Blicks nach vorn angreifen. So funktioniert auch das Zielen mit Raketen: Ihr haltet die linke Schultertaste während Ihr mit dem Blick den Feind verfolgt (unabhängig von der Richtung, in die Eurer Schiff fliegt. Sobald die Raketen voll geladen sind, lasst Ihr die Schultertaste los und die tödliche Fracht macht sich auf den Weg. Für Spieler, die seit langer Zeit FPS und Spiele aus Ego-Perspektive spielen, ist das eine echte Umstellung, aber eine Umstellung, die sich lohnt.

Modi: PVE und PVP
Ihr seid das erste Mal in VR unterwegs? Dafür haben sich CCP Games einen interessanten Modus ausgedacht: “Scout” Mode. In diesem Modus werdet Ihr nicht angegriffen, Ihr könnt relativ frei durch das Weltall fliegen, Euch mit der Steuerung vertraut machen und die Strukturen des Universums erkunden. Der nächste Schritt danach ist “Recall“. In diesem Modus erlebt Ihr die Erinnerungen von anderen Piloten und schließt PVE-Missionen ab, die sie erlebt haben. Das ist ein bisschen wie die Hintergrundgeschichte von EVE: Valkyrie. Survival wiederum ist ein klassischer PVE-Modus, in dem es darum geht, Horden von Feinden in Wellen zu überleben. Spaßig, aber nichts für langfristige Motivation.

Die Motivation kommt aus den PVP-Modi von EVE: Valkyrie. Es stehen “Team Deathmatch” und “Control” zur Verfügung. TDM ist genau das, was man sich als Spieler so vorstellt: 5-gegen-5 Multiplayer-Matches, in dem es nur darum geht, zu überleben und dafür zu sorgen, dass das gegnerische Team dezimiert wird. Hektisch und unglaublich spaßig wird das besonders dadurch, dass der Weltraum nicht leer ist. Überall Schiffswracks und Strukuren, die geniale Verfolgungsjagden ermöglichen. Der Control-Modus verlangt von Euch, dass Ihr bestimmte Punkte haltet und so Punkte generiert. In Valkyrie müsst Ihr diese Punkte nicht selbst campen, Ihr müsst nur vor Ort eine Drone absetzen, die sich darum kümmert. Um einen feindlichen Kontrolpunkt zu übernehmen, müsst Ihr dementsprechend die feindliche(n) Drone(n) erst zerstören, bis Ihr Eure eigenen Dronen absetzen könnt. Beide PVP-Modi sind schnell, spannend und machen unheimlichen Spaß.

Technik die begeistert
Wer eine Oculus Rift vorbestellt hat, bekommt zum Release des VR-Headsets automatisch kostenlos EVE: Valkyrie dazu. Das heißt, die Technik, die Ihr haben müsst, um das Spiel perfekt genießen zu können, muss sehr gut sein. In Virtual Reality muss eine Framerate von 72 FPS immer eingehalten werden, da ein Stocken des Bildes vom Gehirn nicht abgefangen werden kann. Das Gehirn bekommt nicht die selben Informationen wie die Augen und dem Spieler wird schlecht. Das liegt daran, dass zwar die Bewegung des Kopfes vom Gehirn registriert wird, aber im wahren Leben kein Stocken zwischen Bildern geschieht.

Um sicherzustellen, dass Ihr zum Release der Oculus Rift die richtige Hardware habt, könnt Ihr ein Tool von Oculus nutzen, das Eure Hardware überprüft. Dieses findet Ihr hier.

Unser Testsystem mit nVidia GeForce 780ti, 16 GB Ram und DK2 schafft eine einwandfreie Performance, aber das Büro ist nach ein paar Matches eher mit einer Sauna zu vergleichen. Die Rechenleistung für VR ist immens. Testet also vorher, bevor Ihr Euch ein Rift vorbestellt. EVE: Valkyrie ist dennoch der Beweis, dass Virtual Reality funktioniert. Wir werden im Laufe der Alpha weiter berichten, sobald Features freigeschaltet werden.


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